Lexikon des Personalwesens U-Z

U

Unique Selling Position (USP)

Wird auch "Alleinstellungsmerkmal" genannt. Eine USP soll dauerhaft sein, schwer kopierbar, kaufentscheidungsrelevant für den Kunden sein. Vielfach wird Unique Selling Prosposition als einzigartiges Verkaufsargument oder einzigartiges Verkaufsversprechen übersetzt. Es ist aber der einzigartige Produktnutzen, die einzigartige Produktleistung, mit dem sich das Produkt von den übrigen Konkurrenten absetzt. Dabei ist es egal, ob dieser einzigartige Nutzen auf der rationalen oder der emotionalen Ebene angesiedelt ist. Wichtig ist, das der Kunde diesen Nutzen wahrnimmt und als wichtig ansieht. Gleichzeitig darf er von der Konkurrenz nur schwer einholbar sein.

Unternehmensleitbild

Hier wird beschrieben, wie sich das Unternehmen selbst sieht. Anhand einer Imagebroschüre kann dies auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Festgelegt werden hier Ziele über angestrebte Positionierungen in Umweltfragen, GesellschaftsFragen, Arbeitnehmer- Beziehungen und Produkteigenschaften. Das Leitbild ist ein theoretisches Gebilde.

Unternehmenskultur

In einem Unternehmen vorherrschendes Wert- und Orientierungssystem der Mitarbeiter. "Persönlichkeit" eines Unternehmens, die sich in spezifischen, historisch gewachsenen Denk- und Problemlösungsmustern (z. B. langjährig verfestigten Verhaltensmustern und Tradition im Führungsverhalten) manifestiert.

Das Verhalten aller Mitarbeiter, die das Erscheinungsbild des Unternehmens nach außen tragen, beeinflusst die Unternehmenskultur genauso wie die firmeninternen Anweisungen, Wertvorstellungen und Denkrichtungen. Sie ist beeinflusst durch die Unternehmensführung (autoritär, antiautoritär), die Mitarbeiterbeteiligung und den jeweiligen Management-By-Stil.

Unternehmenspolitik

Die Unternehmenspolitik legt die Unternehmens- grundsätze fest, die in einem Leitbild festgehalten werden, mit dem Ziel die "Persönlichkeit" der Unternehmung zu bestimmen und die allgemeinen Grundsätze des Handels zu bestimmen.  

Urlaub

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden als "Urlaub" oft pauschal alle Zeiten bezeichnet, in denen der Arbeitnehmer - sei es mit oder ohne Fortzahlung des Arbeitsentgelts - von der Arbeitspflicht befreit ist. Im Arbeitsrecht ist jedoch zu differenzieren zwischen dem Erholungsurlaub nach dem Bundesurlaubs- gesetz (BUrlG) und sonstigen Freistellungen mit oder ohne Entgeltfortzahlung.

Erholungsurlaub im Sinne des Bundesurlaubs- gesetzes ist die zeitweilige Freistellung des Arbeitnehmers von der vertraglichen Arbeitsverpflichtung unter Fortzahlung der Vergütung, die zum Zwecke der Erholung erfolgt.

V

Verhaltensbedingte Kündigung

Eine verhaltensbedingte Kündigung ist gerechtfertigt, wenn Umstände im Verhalten des Arbeitnehmers vorliegen, die objektiv eine Kündigung als angemessen erscheinen lassen. Bei jeder verhaltensbedingten Kündigung muss geprüft werden, ob das Verhalten objektiv geeignet ist, eine Kündigung zu rechtfertigen. Das ist bei allen Verstößen gegen Haupt- oder Nebenpflichten aus dem Arbeitsvertrag der Fall. Außerdem muss die Pflichtverletzung so gravierend sein, dass unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes die Kündigung unter Berücksichtigung der Dauer der bisherigen Betriebszugehörigkeit gerechtfertigt ist.

In folgenden Fällen kann eine verhaltensbedingte Kündigung gerechtfertigt sein, wobei bedacht werden muss, dass es immer auf die Umstände des Einzelfalls ankommt und kein allgemeingültiger Katalog möglicher Kündigungsgründe aufgestellt werden kann:

  • Straftaten des Arbeitnehmers gegenüber seinem Arbeitgeber wie beispielsweise Diebstahl von Arbeitsmitteln oder sonstiger im Eigentum des Arbeitgebers stehender Gegenstände.
  • Arbeitsverweigerung, also die Weigerung, seine arbeitsvertraglichen Pflichten zu erfüllen, aber auch wiederholtes unentschuldigtes Fehlen oder Zuspätkommen.
  • Verstöße gegen ein betriebliches Alkoholverbot; Alkoholabhängigkeit kann dagegen ein Grund für eine personenbedingte Kündigung sein.
  • Eigenmächtiger Urlaubsantritt oder auch Überschreiten des genehmigten Urlaubs.

Vision

Die Vision ist ein Vorstellungsbild der zukünftigen Entwicklung eines Unternehmens. Es enthält wünschenswerte Zustände und grobe Ziele. Eine Vision kann auch als Fernziel angesehen werden, welches an der Spitze einer Strategie steht

Merkmale:

  • Dient als Richtlinie für die Zukunft
  • Einfach zu verstehen und leicht zu kommunizieren
  • Hat einen klaren Fokus
  • Grenzt sich deutlich von den Zukunftsbildern der Wettbewerber ab
  • Ermöglicht eine emotionale Identifizierung
  • Bringt Ziele zum Ausdruck, die herausfordernd und wünschbar sind
  • Zeitlich begrenzt gültig
Lexikon

W

Wertschöpfung

Der Beitrag, den das Unternehmen im Inland zum Volkseinkommen leistet, also der in einer Zeitperiode erbrachte Wert der Produktion abzüglich der von anderen Unternehmen empfangenen Vorleistungen (Definition BWL).

Z

Zielhierarchie

Gesamtziele, Bereichsziele, Abteilungsziele, Einzelziele Sachziele Formalziele Monetäre Ziele (Gewinnziel, DB) Nicht Monetäre Ziele (Marktanteil, qualitative Ziele)

Zielvereinbarungen

Das gemeinsame Festlegen anzustrebender Ergebnisse zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter (ggf. auch Arbeitsteam) in knapper, schriftlicher Form unter Nennung von Meßkriterien und Zeiten anhand der die Zielerreichung "objektiv" überprüfbar ist.
Zielvereinbarungen sollen:

  • Ein gemeinsames Verständnis über die Ziele herstellen
  • Die Leistungsbereitschaft des Mitarbeiters fördern
  • Die Fähigkeiten des Mitarbeiters aktivieren

(Quelle: Performance Management, Wolfgang Jetter, S. 109-111)