Lexikon des Personalwesens I-L

I

Image

Jedes Unternehmen hat sein eigenes Image. Dahinter verbergen sich die Gesamtheit der Vorstellungen, also richtige und falsche, die eine Person oder eine Gruppe von Personen von dem betreffenden Unternehmen hat. Es ist also ein mehrdimensionales Einstellungskonstrukt, das die subjektiven Ansichten und Vorstellungen über einen Gegenstand widerspiegelt. An dem Image kann durch Öffentlichkeitsarbeit gearbeitet werden.  

Incentive

Besonderes Beispiel sind hier Incentive-Reisen in Verbindung mit Aussendienst- oder Verkaufswettbewerben. Ein Incentive soll einen Anreiz geben, etwas zu tun oder zu unterlassen. Prämien, Sachpreise u.ä. können natürlich sowohl innerhalb wie ausserhalb des Betriebes vergeben werden. Incentives werden auch im Bereich der Personalführung und Mitarbeitermotivation eingesetzt, z.B. der Zutritt zum firmeneigenen Sportgelände oder ein Firmenparkplatz.

Jedes Unternehmen ist bestrebt, seine Mitarbeiter für die Unternehmensziele zu begeistern. Mitarbeiter, die die Unternehmensziele aktiv leben, sind hochmotiviert und erbringen regelmäßig eine überdurchschnittliche Leistung. Incentives sind ein Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zur Erreichung der Ziele zu motivieren. In erster Linie wird dieses Instrument im Bereich der Außendienstmitarbeiter (Vertrieb) eingesetzt. Meistens beruhen die Incentives auf firmenspezifischen, produktbezogenen und zeitlich befristeten Wettbewerben. Unter dem Begriff Incentives (engl. Anreize) werden Anreizsysteme von Unternehmen verstanden, die mit ­unterschiedlichen Gratifikations­maßnahmen potenzielle Arbeitneh­mer gewinnen oder bereits beschäftigte Arbeitnehmer zum Verbleiben und zur Leistungssteigerung bewegen ­wollen.

Nach der sog. Anreiz-Beitragstheorie können nur durch die Gewährung von entsprechenden Anreizen die gewünschten Erfolge erreicht werden. Üblicherweise wird zwischen monetären Anreizen (geldliche oder geldwerte Leistungen) oder nichtmonetären Anreizen (Teilnahme an der Führungsorganisation, der informellen Kommunikation etc.; zu unterscheiden von bloßen Betriebsveranstaltungen wie Weihnachts- oder Jubiläumsveranstaltungen) unterschieden.

Ebenfalls denkbar sind Karriereanreize, die den Arbeitnehmern finanzielle und soziale Vorteile (z. B. durch ein höheres Prestige aufgrund einer Beförderung) bringen. Monetäre Incentives (z. B. kostenlose Reisen als Prämie für überdurchschnittliche Verkaufsabschlüsse) sind einmalig gezahltes Arbeitsentgelt.  

Interdependenz

Gegenseitige Abhängigkeit.

Interdisziplinär

Mehrere Disziplinen umfassend (z.B. Forschungsgebiete, auch: Unternehmensbereiche).

Involvement

Grad der Aufmerksamkeit, der "Ich-Beteiligung" bzw. des Engagements einer Person, sich für bestimmte Sachverhalte oder Aufgaben zu interessieren oder einzusetzen.

K

Kognitive Dissonanz

Von Leon Festinger entwickelte Theorie, die erklärt, wie das Individuum Widersprüche zwischen mehreren kognitiven Elementen (Wissen, Meinung, Überzeugung) durch die Auswahl bzw. Abwehr bestimmter Informationen aufzulösen vermag.

Konkurrenzanalyse

Bei der Konkurrenzanalyse will man dem oder den Mitbewerbern Beachtung schenken. Analysiert werden die Stärken und Schwächen, die Potenziale, Ziele und Strategien. Dies geschieht zum einen, um sich einen Marktüberblick zu verschaffen. Zum anderen möchte man aber die ermittelten Schwächen der Konkurrenz für eigenen Strategien nutzen. Die Stärken wiederum können Impulse für die eigene Leistungssteigerung bringen.

Bei dieser Analyse können sich Marktnischen auftun, an die die Konkurrenten noch nicht gedacht haben und die man daher leicht besetzen kann. Daten sind auf diesem Gebiet in den meisten Fällen nur schwer zusammenzutragen. So ist man auf Fachliteratur und Preislisten sowie Kundengespräche angewiesen, um zu einem möglichst vollständigen Bild zu gelangen. In einigen Branchen gibt es auch öffentlich zugängliche Benchmark-Unterlagen, die auf anonymisierten Erhebungen basieren.

Kündigung

Die Kündigung ist eine einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung. D.h., die Kündigungserklärung wird wirksam, wenn sie dem Vertragsgegner zugeht. Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses erfordert die Schriftform. Eine Kündigung in ektronischer Form ist nicht wirksam. Kündigungen, die nicht schriftlich erfolgen, sind unwirksam. Häufig ist in Unternehmen festgelegt, dass eine Kündigung nur durch ein Einschreiben erfolgen kann. Dadurch soll die Beweisbarkeit verbessert werden.  

Kündigungsfrist

Die ordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses eines Arbeiters oder eines Angestellten ist einheitlich für alle Arbeitnehmer mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats möglich.

Im Einzelnen gelten für die Arbeitgeberkündigung in Abhängigkeit der Betriebszugehörigkeit folgende verlängerten Kündigungsfristen:

  • Nach 2 Jahren Betriebszugehörigkeit 1 Monat zum Ende eines Kalendermonats
  • Nach 5 Jahren Betriebszugehörigkeit 2 Monate zum Ende eines Kalendermonats
  • Nach 8 Jahren Betriebszugehörigkeit 3 Monate zum Ende eines Kalendermonats
  • Nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit 4 Monate zum Ende eines Kalendermonats
  • Nach 12 Jahren Betriebszugehörigkeit 5 Monate zum Ende eines Kalendermonats
  • Nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit 6 Monate zum Ende eines Kalendermonats
  • Nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit 7 Monate zum Ende eines Kalendermonats

Berücksichtigt wird die Betriebszugehörigkeit erst ab dem 25. Lebensjahr. Einem 25 Jahre alten Arbeitnehmer kann also mit vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden, auch wenn er schon seit 10 Jahren dem Betrieb angehört.

Während einer vereinbarten Probezeit, längstens für die Dauer von 6 Monaten, beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist 2 Wochen.

In Tarifverträgen können alle Kündigungsfristen und -termine verlängert oder verkürzt werden. Diese Regelung gilt dann auch bei nichttarifgebundenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, wenn ihre Anwendung zwischen ihnen vereinbart ist.

Lexikon

L

Leitbild

Das Leitbild bestimmt den Kurs eines Unternehmens. Es ist zukunftsorientiert und steckt den Rahmen für zukünftiges Handeln ab. Es wird verbindlich formuliert und informiert Führung und Mitarbeiter über die gewünschten Werte, Normen sowie die Grundprinzipien des Unternehmens.

Wenn es veröffentlicht wird, hat es sogar noch eine Aussenwirkung. Der Kunde kann in diesem Falle das Unternehmen an dem Grad der Umsetzung des Leitbildes messen und sich so ein Urteil bilden. Verschreibt ein Unternehmen sich z.B. besonderer Kundenfreundlichkeit, muss es diese auch leben.

Leitende Angestellte

Diesen kommt arbeitsrechtlich eine Sonderstellung zu, da diese eine Doppelfunktion besitzen:

  • Einerseits sind sie Arbeitnehmer
  • Andererseits nehmen Sie Funktionen eines Arbeitgebers wahr

Aus dieser Doppelfunktion können sich Interessenkonflikte ergeben. Deshalb werden leitende Angestellte rechtlich separat behandelt. Von ihnen werden besondere Leistungs-, Treue- und Rücksichtsnahmepflichten erwartet.

Logo

Ein Logo hat drei Erscheinungsformen:

  • Die reine Bildmarke - hier wird die Marke über ein Symbol erkannt (Apple, Mercedes-Benz, Nike, symbolisiert durch Apfel, Stern und Schwinge)
  • Wortmarken - Wiedererkennungsmerkmal ist der markante Schriftzug (Nivea, Coca-Cola, Hoechst)
  • Kombination dieser beiden Arten (BMW, Porsche, Ford)